Power in den Bruch

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Es gibt keinen Grund, dass in einem Gewerbegebiet nur gearbeitet wird. Es kann und sollte teilhaben an der Urbanität: es sollte belebt werden. Mit Märkten und Einkaufszentren zieht das Gewerbegebiet täglich die Bürger an, aber nach Geschäftsschluss liegt das Gebiet verlassen da, während in der Stadt das Ruhebedürfnis der Anwohner einer Ausweitung von Veranstaltungsmöglichkeiten entgegensteht.

Das „Gewerbegebiet Bruch“ sollte belebt werden.

Ich kann mir gut vorstellen, dass im Bruch auch die Ansiedlung von Veranstaltungsgewerbe möglich ist, die den „Bruch“ für die Bevölkerung interessant macht. Der große Erfolg des gelungenen Benefiz-Konzerts für unser Hospiz hat mich auf die Idee gebracht, dass im Bruch mehr möglich ist. Solche Ansiedlung von Veranstaltungsgewerbe sollte sich in ein Gesamtkonzept einfügen, dann kann es eine Begegnungsstätte für die Bevölkerung werden, die Vielfalt bietet und Spaß macht.

Was spricht gegen die systematische Ansiedlung von Veranstaltungsmöglichkeiten, die Konzerten Platz bietet und generationenübergreifenden Begegnungsmöglichkeiten, z.B. bei Bowling und ähnlichen Aktivitäten? Eine moderne Disco wäre dort gut angesiedelt und es wäre schön, ein kleines Programm-Kino in einem solchen Rahmen zu verwirklichen. Vielleicht nach dem Motto: „Man trifft sich im Bruch. Das verträgt sich alles gut mit dem Gewerbe und bringt Leben und Power in diesen Ortsteil, der bislang noch nicht als solcher gesehen wird.

Eine umsichtige Planung unter Einbeziehung der Zielgruppen von JUNG & ALT und der ansässigen Gewerbetreibenden und Gastronomen, sowie die Suche nach geeigneten Investoren, die die Erfahrung mitbringen, so etwas erfolgreich umzusetzen, sollten dabei Hand in Hand gehen. Die Stadt fördert die Ansiedlung von Veranstaltungsgewerbe im Rahmen gemeinschaftlich getragener Konzepte und erhält im Gegenzug die Sicherung der gemeinsamen Interessen an der Stadtentwicklung. So kann die Wirtschaftlichkeit und die Zukunftsfähigkeit miteinander in Einklang gebracht werden.

Der Bruch ist auch gut mit dem Rad erreichbar oder mit dem Bus; selbst ein ausgedehnter Spaziergang durch die schöne Landschaft dorthin ist möglich – es muss nicht immer das Auto sein. Die Infrastrukturentwicklung soll dem gehörig Rechnung tragen. Mit dem Bruch als lebendigem Gewerbegebiet können wir einen weiteren Meilenstein zu einer modernen Stadt setzen.

9 Kommentare

  1. Du möchtest ja den Dialog mit deinen „potentiellen“ Wählern.

    Wahlkampf hin oder her, „Power für den Bruch“ kann ich nicht so stehen lassen und wer solche Sachen in die Welt setzt, muss sich Gegenwind gefallen lassen. Das ist die Demokratie, die du ja so gerne anführst.

    Du schreibst:
    „Es gibt keinen Grund, dass in einem Gewerbegebiet nur gearbeitet wird. Es kann und sollte teilhaben an der Urbanität: es sollte belebt werden. Mit Märkten und Einkaufszentren zieht das Gewerbegebiet täglich die Bürger an, aber nach Geschäftsschluss liegt das Gebiet verlassen da, während in der Stadt das Ruhebedürfnis der Anwohner einer Ausweitung von Veranstaltungsmöglichkeiten entgegensteht.“
    Setzen 6, würde es hierzu in der Schule heißen. Warst du schon mal nach Geschäftsschluss im Bruch?? Vor allem im Sommer? Nein, du warst es nicht, sonst wüsstest du, von was du schreibst. Weißt du eigentlich, wie viele Menschen es auf Rädern oder per Inliner die Bruchstraße Richtung Felder zieht, Menschen, die es genießen, wenigstens abends ohne den wahnsinnigen Verkehr, der sonst tagsüber in der Bruchstraße herrscht, Sport zu treiben oder einfach nur zu spazieren. Das Gewebegebiet liegt nicht verlassen da, sondern es erholt sich Abend für Abend und am Wochenende vom Treiben, von unzähligen Autos und LKWs, von einer Lautstärke, die nun mal zu einem Gewerbegebiet gehört. Und diese Erholung ist gut so, sowohl für die Menschen, die dann die Straße zum Sport nutzen, als auch für die Gewerbetreibenden selbst, die tagtäglich ihr Bestes geben, um die Arbeitsplätze für die Menschen im Gewerbegebiet zu sichern. Und auch Gewerbetreibende sind Menschen, die auch ein Ruhebedürfnis haben, auch wenn dieses im Bruch erst spät abends und am Wochenende sogar erst ab samstagabends erfüllt wird.
    Du schreibst weiter:
    „Das “Gewerbegebiet Bruch” sollte belebt werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass im Bruch auch die Ansiedlung von Veranstaltungsgewerbe möglich ist, die den “Bruch” für die Bevölkerung interessant macht. Der große Erfolg des gelungenen Benefiz-Konzerts für unser Hospiz hat mich auf die Idee gebracht, dass im Bruch mehr möglich ist. Solche Ansiedlung von Veranstaltungsgewerbe sollte sich in ein Gesamtkonzept einfügen, dann kann es eine Begegnungsstätte für die Bevölkerung werden, die Vielfalt bietet und Spaß macht.
    Was spricht gegen die systematische Ansiedlung von Veranstaltungsmöglichkeiten, die Konzerten Platz bietet und Generationenübergreifenden Begegnungsmöglichkeiten, z.B. bei Bowling und ähnlichen Aktivitäten? Eine moderne Disco wäre dort gut angesiedelt und es wäre schön, ein kleines Programm-Kino in einem solchen Rahmen zu verwirklichen. Vielleicht nach dem Motto: “Man trifft sich im Bruch“. Das verträgt sich alles gut mit dem Gewerbe und bringt Leben und Power in diesen Ortsteil, der bislang noch nicht als solcher gesehen wird.“

    Von einer Bürgermeisterkandidatin erwarte ich, dass diese – bevor Vorschläge eingebracht werden und Versprechungen gemacht werden – erstmal die gesetzlichen Grundlagen heranzieht. „ Deine Stadt“ hat nämlich einen gültigen Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Bruch. Und der sieht eindeutig eine Ansiedlung von “ Vergnügungsstätten“ nicht vor. Eine Disco fällt im Übrigen darunter.
    Dies alles ist mit einem Klick herauszufinden, die Stadt Bad Dürkheim hat nämlich auf Ihrer Homepage die gültigen Bebauungspläne hinterlegt. Der Bebauungsplan wurde aus gutem Grund erlassen.
    Du schreibst weiterhin:
    „Der Bruch ist auch gut mit dem Rad erreichbar oder mit dem Bus; selbst ein ausgedehnter Spaziergang durch die schöne Landschaft dorthin ist möglich – es muss nicht immer das Auto sein. Die Infrastrukturentwicklung soll dem gehörig Rechnung tragen. Mit dem Bruch als lebendigem Gewerbegebiet können wir einen weiteren Meilenstein zu einer modernen Stadt setzen.“
    Hiermit widersprichst du dir selbst: Einerseits soll Leben ins Bruch kommen mit „Vergnügungsstätten“ die rechtlich gar nicht möglich sind, andererseits muss es nicht immer das Auto sein, um die schöne Landschaft dort zu erreichen! Wenn du an einem ganz normalen Wochentag das Leben im Bruch beobachtet hättest, wüsstest Du, das dort nicht nur Lebendigkeit existiert, sondern das man als Otto-Normalverbraucher fast nur unter Lebensgefahr die Straße nutzen kann: Geschwindigkeitsbeschränkungen interessieren dort die Wenigsten ( ist ja nur Gewerbegebiet), LKWs werden beladen und entladen, stoßen rückwärts aus Seitenstraßen, zu Stoßzeiten findet man im Bereich der Gemüsehandlung keinen Parkplatz, Menschen laufen kreuz und quer über die Straße bzw. rennen, um nicht erfasst zu werden. Das ist das Leben dort. Darüber wollen wir uns auf keinen Fall beschweren, dafür ist es ja Gewerbegebiet. Nur Deine verklärten Vorstellungen von unserem Bruch, die möchten wir auf diesem Weg mal klarstellen! Und sicherlich komme alle mit dem Fahrrad ins Kino, gelle!
    Und in deinem Film sprichst DU „von weiterer Ansiedlung von Gewerbe im Bruch“….. auch das ist ein Witz, derzeit ist lediglich nur noch ein Grundstück hier verfügbar. Und warum brauchen wir denn deiner Meinung nach noch mehr Gewerbe? Hier finden ganz viele Betriebe keine geeigneten Fachkräfte mehr, von Auszubildenden ganz zu schweigen, das Gewerbegebiet ist voll ausgelastet, die Arbeitsplätze sind überwiegend mit Personen von außerhalb besetzt, die Grenze ist bereits erreicht, es funktioniert hier gut. Du willst doch unbedingt das Bad Dürkheim liebenswert bleibt, davon abgesehen, dass auch hier der B-Plan neuen Gewerbeflächen entgegensteht, ist hier noch ein Naturschutzgebiet, das wie es das Wort schon sagt, geschützt werden muss! Noch mehr Gewerbe bedeutet, noch mehr Verkehr, noch mehr Schadstoffe in der Luft, das kann doch nicht dein Ernst sein! Wir haben hier in Bad Dürkheim eine Arbeitslosenquote von 5,1 % (Stand Mai), dem gegenüber stehen 602 gemeldete offene Stellen! Wer braucht also noch mehr Gewerbe??? KEINE POWER FÜR DEN BRUCH, nur um ein Wahlkampfthema aus dem Boden zu stampfen! Das gefällt mir gar nicht!

  2. Hallo Christina,

    danke für Deinen kritischen Kommentar.
    So kenne ich Dich und weiß natürlich, dass Anwohner bei solchen Ideen immer erst einmal besonders sensibel reagieren.
    Dass zu der von mir geäußerten Idee eine Diskussion nottut, ist für mich selbstverständlich. Am Anfang steht die Idee, dann folgt die Diskussion und die kann die Idee verändern oder verbessern. So wird es laufen. Denkverbote sind schlecht.

    Wenn ich vorgeschlagen habe, Veranstaltungskultur und -gewerbe in das Gewerbegebiet zu ziehen, steht der Gebietscharakter und auch der Bebauungsplan nicht grundsätzlich im Weg. Vielmehr ist die von mir vorgeschlagene Veranstaltungskultur grundsätzlich im Rahmen der städtebaulichen Gebietsverträglichkeit in einem Gewerbegebiet zulässig. Der aktuelle Bebauungsplan schließt „Vergnügungsgewerbe“ aus und hat damit insbesondere „Red-Light“ im Blick. Daran soll sich nichts ändern. Nun gut, nach einigen Verwaltungsgerichtsentscheidungen fallen auch die gewerblichen Formen von Diskotheken darunter; das lässt sich aber im Bebauungsplan mit einer teilweisen Sonderregelung klarstellen. Voraussetzung: Die demokratische Diskussion führt zum Ergebnis, dass dies von breiter Mehrheit getragen und gewünscht wird.

    Dass dabei insgesamt umsichtig ein städtebauliches Konzept beschrieben werden muss, das mit den berechtigten und geschützten Anliegerinteressen und auch dem Naturschutz in Einklang stehen muss, ist für mich selbstverständlich.

    Aber lass uns nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, sondern mit Ruhe transparent Argumente sammeln und dann zusammenzählen.

    Liebe Grüße
    Deine Christine

  3. Sehr geehrte Frau Schleifer,

    neue Ideen für den Bruch finde ich gut.Nur dann kann man was verändern.

  4. Hallo Christine,

    vielen Dank für Deine Antwort, ich möchte aber noch eine Kleinigkeit klarstellen:
    Ich habe den Beitrag nicht als „ sensible Anwohnerin“ geschrieben, sondern als mündige und informierte Bürgerin und Wählerin. Das ist ein wichtiger Unterschied. Zudem wohne ich nicht in dem vom B-Plan erfassten Bereich.

    Ich hätte aber auch noch eine Anregung: Power für Leistadt! Ich finde, dieser Ortsteil könnte mal wirklich aufgepeppt werden, da ist Potential vorhanden 

    Aber nochmals:

    Mich wundert es sehr, dass Du „das Kind mit Bade ausschüttest, “ um deine Worte zu nutzen. Es gab nämlich in der Vergangenheit bereits Anfragen bezüglich der Vergnügungsstätten. Der B-Plan 2006 hat von Anfang an schon Rotlichtgewerbe ausgeschlossen. Diese Betriebe sind somit schon mal außen vor gewesen. Aufgrund der Anfragen wurde dann der B-Plan im Jahr 2011 entsprechend geändert, sodass klar deutlich wurde, dass die von dir vorgeschlagenen „Vergnügungsstätten“ nicht gewollt wind. Dies kann man wie gesagt exakt auf der Homepage der Stadt Bad Dürkheim nachlesen.

    Somit wurde bereits eine Diskussion in demokratischer Form geführt und dann eine Entscheidung in einer Mehrheit getroffen, die du jetzt in Frage stellst bzw. vielleicht sogar nicht anerkennen möchtest, obwohl Du doch die Demokratie so herausstellst. Ich finde, das passt nicht zusammen. Aber die Zeit wird es ja zeigen, wie es weitergeht….:-)

    Ich wünsche dir noch viele Anregungen, Erkenntnisse und gute Gespräche und noch viel Kraft für die Tage bis zur Wahl, vor allem Gesundheit! So ein Wahlmarathon ist ja kein Zuckerschlecken.

    Liebe Grüße

    Christina

    P.S. Vielleicht sehen wir uns ja auch noch persönlich, zum Beispiel auf dem Parkfest.

    • Liebe Christina,
      wir sind MORGEN ganz sicher auf dem Parkfest und finden bestimmt Zeit uns zu begrüßen !
      Herzliche Grüße
      Christine Schleifer

  5. Liebe Christine,

    Deine Idee zu äußern, den Bruch beleben zu wollen und Dir damit den Widerstand von ewig gestrigen einzufangen, finde ich mutig. Natürlich wäre den Geschäftstreibenden eine Umwidmung zum Wohngebiet nach Geschäftsschluss am liebsten. Dennoch ist ein Gewerbegebiet vorrangig ein Wirtschaftsstandort und kein reines Wohngebiet -auch nicht nach Geschäftsschluss-. Ich jedenfalls bin auf Deiner Seite, wenn es darum geht, neben Discountern und Restpostenmärkten Kulturprogramme und Vergnügen zu etablieren. Boule-Platz, Kletterpark, Kleinkunst, Kino, Disco, eben für Senioren gleichermaßen wie für die Jugend.
    Mir ist bis jetzt auch noch kein reges Treiben nach Geschäftsschluss im Bruch aufgefallen. (Muss ich mal beobachten, wo die vielen vergnügten Leute auf der Bruchstrasse Sport treiben oder spazieren gehen, wie von einer Kommentatorin beschrieben. Ist mir so noch nicht aufgefallen.)
    In Bad Dürkheim muss etwas für die Jugend geboten werden. (Rotlichtgewerbe meine ich nicht, liebe Vorrednerin :)) Vergnügen für Teenager bedeutet nun mal nicht, sich nur im Mehrgenerationenhaus aufzuhalten. Wenn Jugendliche aus Langeweile und mangels Alternative abends am Bahnhof, Spielplätzen oder Kurpark rumgammeln, ist das auch keine schöne Sache für alle Beteiligten.
    Ich finde es eher ein Armutszeugnis, sich auf einen alten Bebauungsplan zu berufen und Ideen für Vergnügungsstätten von vorneherein abzuschmettern. Änderungen und Wechsel sind ewig des Menschen Los (Alter Spruch).
    Es gibt in der heutigen Zeit Planungsbüros für Akkustik, die prima Ideen für Schallschutzmaßnahmen liefern, die dann dafür sorgen, dass die Geschäftsleute, die gezwungenermaßen im Gewerbegebiet wohnen müssen, ihre Nachtruhe bekommen. Sonst gäbe es keine Discos und Kinos in Innenstädten, die ja auch bewohnt sind.
    (es gab ja mal ein Kino in der Stadt, Ecke Gaustrasse, weißt Du noch?:))

    Am besten nichts Neues, das ist ein Altersmotto. Ich wünsche Dir weiter den Mut, trotz Widerstand, frische Ideen anzusprechen. Was und wie schlussendlich etwas machbar ist muss dann später zu Ende gedacht werden. Ich finde die Idee, den Bruch zu beleben, für jung + alt, jedenfalls sehr bereichernd für Bad Dürkheim. Gutes bewährtes pflegen und gleichzeitig Neues bewegen ist kein Widerspruch.
    Liebe Grüße
    Petra

    • Liebe Petra,
      ich teile Deine Meinung. Und klar, kenne ich das Kino.
      Mein letzter Film darin war: E.T der Außerirdische ( ? 1982 )
      Herzliche Grüße
      Christine

  6. Liebe Christine, schade, dass du die Meinung von Petra uneingeschränkt teilst. Damit begegnest du denen, die du zuvor zur regen Diskussion aufforderst, nicht unbedingt mit Wertschätzung. Gerade die Menschlichkeit und gegenseitige Wertschätzung wird von Dir ja immer wieder genannt. Wenn Du also zulässt, dass jemand- der hier offen seine Meinung sagt und Anregungen und auch rechtliche Hinweise vorgibt- als “ ewig Gestriger“ bezeichnet wird und du dies noch uneingeschränkt teilst, so nehme ich dies zur Kenntnis. Ebenso dass du der Meinung bist, dass es ein Armutszeugnis ist, wenn man sich auf einen gültigen B-PLan beruft. Mehr als sachliche und rechtliche Argumente kann man nicht anführen und wenn darauf mit abschätzenden Äußerungen geantwortet wird, ist das für mich keine Diskussionskultur. Schade!

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